«Green Building» für BMW und Mini

23. Februar 2021 agvs-upsa – Die Garage Burkhardt AG blickt auf eine fast 100-jährige Geschichte zurück. Am 22. Februar setzte der 1927 gegründete Familienbetrieb einen weiteren Meilenstein in der Firmengeschichte: die Eröffnung des modernsten BMW- und Mini-Handels- und Servicebetriebs der Zentralschweiz. 

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Der Neubau in Oberkirch unter der Ägide von AWS Architekten setzt Massstäbe in Design und Funktionalität sowie im Bereich der Nachhaltigkeit. Quelle: AGVS-Medien

sco. 1,5 Kilometer liegen zwischen dem alten Firmensitz in Sursee und dem Neubau in Oberkirch. Und doch sind es Welten. Die Architektur des Neubaus basiert auf einem ausgeklügelten Gesamtkonzept und ist ein Versprechen an die Natur, die 40 Mitarbeitenden und an die Kundschaft. «Das Konzept erlaubt es uns, den gewohnt persönlichen Kontakt und die individuelle Betreuung zu intensivieren», sagt Geschäftsführer Stefan Stiefel.

Der Neubau unter der Ägide von AWS Architekten in Bern setzt Massstäbe nicht nur in Design und Funktionalität, sondern auch im Bereich der Nachhaltigkeit. Der neue Firmensitz ist als «BMW Green Building» zertifiziert. Gebaut wurde der Neubau von der Zürich Anlagestiftung, die Garage Burkhardt ist Mieterin. Das Autohaus entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Klein + Müller Architekten AG in Kreuzlingen.

Der neue Betrieb ist auf Zukunftstechnologien wie Elektromobilität, Fahrzeugvernetzung oder autonomes Fahren ausgerichtet. Dass das keine leeren Versprechungen sind, belegt die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Gebäudes, die über eine Kapazität von 73 kWp (Kilowatt-Peak) verfügt und den gesamten Betrieb inklusive sechs Ladestationen mit Energie versorgt. Zum Vergleich: Das entspricht ungefähr dem Stromverbrauch von 15 Einfamilienhäusern. Der Solarstrom wird auch in der Haustechnik genutzt, wo eine Wärmepumpenheizung mit Erdsonden und eine Wärmerückgewinnungsanlage im Einsatz sind, die bei Bedarf heizen oder kühlen.

Insgesamt 16 Ladestationen für Elektro- und Hybridfahrzeuge wurden gebaut. Sechs Ladestationen, inklusive einer Schnell-Ladestation mit 180 kWh sind öffentlich. Mit dem Neubau erweitert die Garage Burkhardt auch ihre Markenpalette: Zu den bisherigen Marken BMW, BMW i und Mini kommen neu BMW M und Alpina. Fahrzeuge für «automobile Gourmets» nennt Stefan Stiefel die Premium-Brands aus München. In Szene gesetzt werden die Leckerbissen durch Themenwelten aus realer und multimedialer Fahrzeugpräsentation. Der grosszügige Showroom bietet Platz für 20 Autos und ist damit fast doppelt so gross wie am alten Standort in Sursee.

Mehr Platz gibt es nicht nur im Erdgeschoss, sondern auch in der grosszügigen Werkstatt im Untergeschoss. Diese ist von acht auf 14 Arbeitsplätze (Lifte) gewachsen, davon ein speziell eingerichteter Arbeitsplatz für Elektrofahrzeuge. Das ermöglicht Reparaturen an offenen Hochvolt-Batterien. Selbstverständlich, dass auch Lenkgeometrie, Diagnose und Fahrzeugaufbereitung in-house erfolgen. 

Mit dem Umzug in den Neubau setzt die Garage Burkhardt auch ein Zeichen an die Mitarbeitenden und an die Kunden: Wir glauben an die Zukunft der individuellen Mobilität – unabhängig von der Antriebstechnologie. Diese Zuversicht drückt sich in einem Ausbau der Belegschaft aus. Bislang beschäftigte der Familienbetrieb 40 Mitarbeitende, nach dem Einzug wird sowohl in der Werkstatt wie auch in der Beratung weiteres Personal dazukommen. Geschäftsführer Stefan Stiefel ist stolz auf die tiefe Fluktuationsrate in seinem Betrieb: «90 Prozent unserer Mitarbeitenden stammen aus der Region. Teilweise dürfen wir schon über 40 Jahre auf ihr Engagement zählen.» Sechs bis acht Auszubildende gehören ebenfalls zum Team. Die Lehrabgänger bleiben meistens im Betrieb. 

«Grün» ist der neue Betrieb nicht nur betreffend Energieversorgung: Die interne Fahrzeugwaschanlage ist mit einer biologischen Brauchwasseraufbereitung ausgestattet. So können rund 85 Prozent des zum Waschen verbrauchten Wassers wiederverwendet werden. Die Spaltanlage bei der Waschanlage und im gesamten Werkstattbetrieb trennt Öl ohne Chemie vom Schmutzwasser, so dass das Wasser bedenkenlos der Kanalisation zugeführt werden kann. 


Was ist ein «Green Building»?

Als «Green Building» – deutsch: grünes Gebäude – wird ein Gebäude bezeichnet, das unter dem Leitgedanken der Nachhaltigkeit entwickelt wurde. Dieses Konzept soll über den ganzen Lebenszyklus, angefangen bei der Planung, der Konstruktion, sowie beim Betrieb und der Wartung, und letztlich bei der Demontage verfolgt werden.

Hierbei wird besonders auf Ressourceneffizienz in den Bereichen Energie, Wasser und Material geachtet. Ausserdem sollen schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt reduziert, sowie auf Wohn- und Arbeitsqualität der Bewohner oder Arbeitnehmer im Gebäude geachtet werden. Ein weiterer Schwerpunkt soll auf gute Integration in die Umgebung und Schonung der Nachbarn – sowohl beim Bau des Gebäudes als auch beim Betrieb – gelegt werden. Niedrigenergiehäuser, Solarhäuser, Passiv- oder Nullenergiehäuser fallen unter den Begriff des grünen Bauens.
BMW hat für sich den Anspruch, der «erfolgreichste und nachhaltigste Premiumanbieter für individuelle Mobilität» zu sein. Ausdruck davon ist die «Green Building»-Zertifikat, mit dem der Hersteller besonders «grüne» Garagenbetriebe auszeichnet. Unter anderen sind auch Hutter Dynamics AG in Schaffhausen und die Sepp Fässler AG in Wil als «Green Building» zertifiziert.

 

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